Freitag, 30. März 2018

Achtsamkeit im Leben - Perle 6




Zeitlosigkeit – Entschleunigung
Stell dir vor:.... stell dir vor, es gäbe keine Uhr und deine Lebenszeit wäre nicht in Tage, Stunden, Minuten, Sekunden zerteilt. Du bist dann auf dich zurückgeworfen, mit dir und deiner inneren Gestimmtheit, deiner Befindlichkeit. Schnell und langsam wären dann nicht messbare, sehr persönliche Größen. Und aus dieser Verbundenheit mit dir selbst, die daraus „zwangsläufig“ entsteht, würdest du viel eher wahrnehmen, was, wie viel etc. für dich stimmig ist. Und aus der Zeitlosigkeit fällst du in die Fülle des Augenblicks. 
Du kannst ja für dich zumindest einmal pro Monat einen Tag ohne Zeitmessung einlegen – dich einfach auf deine innere Gestimmtheit einlassen – deiner inneren Stimme/ Intuition folgen.  Dazu mehr in Perle 7
Ich wünsche dir einen Alltag

voll Leben&Freude

deine Elisabeth Tsapekis

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Dienstag, 20. Februar 2018

Achtsamkeit im Leben - Perle 5

Auch dein inneres Kind hat Bedürfnisse – achte darauf.

Wenn du auf die Bedürfnisse deines inneren Kindes achtest, wird es aufhören, dein Leben zu boykottieren – denn es ist entweder freudvoll und in einem Anpassungsmodus oder es reagiert ängstlich/trotzig.
Übung dazu für jeden Tag: womit kann ich mir heute eine Freude machen? – nicht nur denken – sondern ausführen!!!

Ein weiteres Geschenk des im Einklang-Seins mit dem inneren Kind – eine ERFAHRUNG; die man bei  Kindern gut beobachten kann: Kinder, die sehr konzentriert sind, fallen aus Raum und Zeit – eine Art der Zeitlosigkeit – als Kontrapunkt zu der Erfahrung, die wir machen, je älter wir werden – nämlich dass die Zeit davonzulaufen scheint. Dazu mehr beim nächsten Mal

voll Leben&Freude

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Donnerstag, 8. Februar 2018

Achtsamkeit im Leben - Perle 4

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – oder auch: liebe deinen Nächsten und dich selbst!
Tue anderen Gutes und tue auch dir selbst im gleichen Ausmaß Gutes!
z.B. mit der kleinen Übung: anstatt mich selbst mit negativen Gedanken bezüglich einer Person zu quälen – wünsche ich selbst meinem Feind täglich einen schönen Tag – womit ich auch mir einen schönen Tag wünsche – damit machst du dir nicht nur eine kleines Geschenk („sich selbst einen schönen Tag wünschen“) – sondern aus dieser Haltung der Nicht-Aggression hat sich schon mancher Feind in einen Freund verwandelt – mit entsprechenden positiven Auswirkungen im praktischen Leben.

Sich selbst etwas Gutes tun, sich selbst beschenken tut deinem inneren Kind gut – mehr in Perle 5.
voll Leben&Freude

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Samstag, 13. Januar 2018

Achtsamkeit im Leben - Perle 3



Was du nicht willst, dass andere dir tun, das füge auch dir selber nicht zu.

Ertappst du dich manchmal in einem inneren Monolog der Selbstabwertung, Selbstbeschimpfung, Selbstbeleidigung, Selbstdemütigung. Mit einer groben, beleidigenden, unbarmherzigen Haltung dir selbst gegenüber. Mit einem Perfektionswahn, der sich gegen dich richtet. Wie z.B.: „ich Trottel“, „so blöd kann auch nur ich sein“, „ich schaffe auch gar nichts“ – oder umgangssprachlich “ich krieg auch nichts auf die Reihe“ „wen interessiert schon meine Meinung“ „eh klar, dass mir das passiert“ usw.
Wie gehst du da mit dir um! Hast du dir das schon einmal überlegt, was das mit dir macht?

Dazu gehört auch, die Wut, die Aggression und der Hass – Emotionen, die wir -  manchmal auch nur kurzfristig für andere empfinden. Stichwort Straßenverkehr. Tatsache ist: all diese negativen Gefühle – emotionale Ohrfeigen und Kränkungen spürt v.a. du, dein Körper wird damit kontaminiert!
Womit wir schon zum nächsten Schritt kommen – nämlich Perle 4

meint

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Sonntag, 29. Oktober 2017

Achtsamkeit im Leben - Perle 2

Wie ist es dir mit deinen Achtsamkeits-Übungen ergangen? Zur Erinnerung: Perle 1 war: was ich nicht will, dass man mir tut, das füg ich auch keinem anderen zu.
In diesem Blog geht es um Perle 2 deiner Achtsamkeits-Mala: Akzeptiere, dass alles, was dir im Leben so passiert, deine Kreation ist. Das mag dich im ersten Moment erschrecken - aber wäre es dir wirklich lieber, dass du einem unbekannten Etwas ausgeliefert bist? Dass du Suppen auslöffeln musst, die du dir gar nicht eingebrockt hast, sondern jemand anderer.  Der wahre Albtraum ist doch, den Launen einer unbekannten Macht ausgeliefert zu sein - Opfer unbeeinflussbarer Umstände.
Also da ist es doch viel besser, die eigene Schöpfermacht anzuerkennen. OK- vielleicht möchtest du etwas ändern, und findest nicht den richtigen Knopf bei dir - schaffst es nicht, dich auf die richtige Frequenz einzuschwingen. Oder bist in deinem Alltag zu busy, um dich um deine Schöpferkraft zu kümmern. Das ändert nichts an der Tatsache, dass du immer wieder deine eigene Suppe auslöffelst. Und nein - du erhältst von mir hier und jetzt kein Rezept und keine Anweisung, wie du deine Schöpferkraft nutzen kannst, um reicher, schöner, glücklicher, gesünder etc. zu werden.
Wir gehen zur Basis: Wertschätzung und Anerkennung deines inneres Schöpfers!
Ich empfehle dir folgendes Mantra:

Ich anerkenne und ehre meine Schöpferkraft!

Hast du dir schon einmal bewusst gemacht, wie viel Positives dir im Leben begegnet - jeden TAg! auch das ist deine Schöpfung! Verneige dich vor dir - du hast dein Leben in deiner Hand. Oder besser: in deinen Gedanken, deinen Haltungen, deinen Überzeugungen, deinen Worten und deinen Hand-lungen.

Daher: was du nicht willst, dass man dir tut - das füge auch dir selber nicht zu.

meint

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Samstag, 12. August 2017

Achtsamkeit – ob du einen Betrieb oder ein Leben führst

Achtsamkeit, Bewusstheit, Gewahrsein – was lösen diese Worte bei dir aus? Kannst du von dir sagen, dass du deinen Tag bewusst gestaltest? Achtsam mit dir selbst, mit deinen Mitmenschen, mit deiner Umwelt umgehst? Dir deiner selbst – deiner Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse, deiner Handlungen und Reaktionen immer gewahr bist? Dir geht es wahrscheinlich genauso wie den meisten Menschen – in vielen Momenten bist du vom Unbewussten gesteuert, vieles machst du unreflektiert aus Gewohnheit, du kämpfst ums vermeintliche Überleben (und bist dir nicht einmal dessen bewusst) und dir sind viele Augenblicke des Tages am Abend nicht mehr erinnerlich. Irgendwie bist du dir selbst fremd. Und auf die Frage „wer bin ich wirklich?“ fällt dir nichts ein.
Andererseits sehnst du dich nach Erfüllung, Lebendigkeit, Zufriedenheit – und so viel du auch tust – du erreichst das nicht. Irgendwie bist du wohl auf dem falschen Weg. 
In viel zu vielen Menschen spielt sich das nicht erkannte Drama des Selbst-Verlierens, der Selbstentfremdung und Selbstverleugnung ab. Du tust dir nicht gut – und möglicherweise spürst du das gar nicht mehr, aber ein Teil von dir weiß, dass du am Leben vorbei lebst – das Selbst. Bedauerlicherweise ist die Stimme des Selbst eine leise, freundliche, unaufdringliche. Sie geht im Geschrei des Ego's unter. Das Selbst ist dein wahres Ich. Dein Ego ist deine Persönlichkeitsstruktur, die sich aus den Einflüssen von Erziehung, den gesellschaftlichen Werten, deinem Umfeld in der Kindheit, etc. herausgebildet hat. Dazu gehören deine Eigenarten und Charaktereigenschaften, deine Ängste und neurotischen Anteile, dein Perfektionismus, deine Unfreundlichkeiten und Lieblosigkeiten dir und anderen gegenüber, deine Verunsicherungen, deine Getriebenheit, deine Gier nach Macht, Geld, Anerkennung, Liebe und Ruhm, usw. Alle Strategien, um das Leben in den Griff zu bekommen – das Leben, deine Mitmenschen zu manipulieren, dass sie deinen Vorstellungen entsprechen. Das Ego zwingt dich dazu, ein Angst gesteuertes Leben zu führen. Angst vor Verlust von Liebe, Macht, Kontrolle, Anerkennung, ... Nein, denkst du jetzt?- Spür einmal ehrlich hin, welche Motivation hinter den meisten deiner Handlungen steckt. Angst! Angst, nicht geliebt zu werden, nicht gut genug zu sein, nicht genügend Geld zu verdienen. Angst davor, was die Nachbarn sagen, Angst, gekündigt zu werden. Angst! Solange du von Angst gesteuert bist, sitzt du in einem Gefängnis. Noch dazu ist die Angst meist unbegründet. Es geht selten wirklich ums nackte Überleben.
Das Gegenteil davon ist ein aus Freude heraus gelebtes Leben. Menschen, die sich selbst sehr nahe sind, in ihrer Wahrhaftigkeit (schon wieder so ein Wort) leben, in ihrer Selbstliebe ruhen, leben ihr Leben aus Freude und Lebendigkeit heraus. Angst macht unlebendig. Wie jedes Gefängnis dich von der Vielfalt des Lebens abschneidet.
Der klassische Angst gesteuerte Mensch ist z.B. der Narzisst. Wir kennen ihn meist in Machtpositionen, denn er benötigt dringend Macht und Anerkennung, um die innere Not zu lindern – er wird von einer wahnsinnigen Angst vor Vernichtung getrieben. Je größer die innere Angst – desto größer der äußerer Wahnsinn, den er lebt. Der Narzisst spürt leider seine Angst nicht – er hat sich vollkommen von sich und seinen Schwächen abgekoppelt und lebt in dem Wahn eines total verzerrtes Selbstbildes, das er immer wieder re-inszeniert, um sich selbst zu bestätigen.
Bist du ein Machtmensch? In einer Machtposition? Beruflich und/oder privat? Wie geht es dir damit? Wozu ist das gut in deinem Leben? Und wie geht es den anderen mit dir? Ist dir das egal? Ist dir das wirklich gleichgültig? Wozu liest du diese Zeilen?
(Es glaubt ja wohl niemand, dass der jetzige Präsident der USA glücklich und zufrieden ist, sich selbst liebevoll und wohlwollend begegnet und ein lachendes Herz hat. Er ist ein Prototyp von einem Menschen, der sein Selbst an sein Ego verloren hat.)
Der Weg vom Ego zum Selbst, wenn du den beschreiten willst, führt über Achtsamkeit, Bewusstheit und Gewahrsein – und Wahrhaftigkeit.
In diesem und den folgenden Blog-Beiträgen geht es darum, wie du dein Leben bewusster dir selbst entsprechend gestalten kannst. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei die Führungskraft sein, denn diese ist besonders gefährdet, sich selbst zu verlieren.

Ich habe mir überlegt, welche Inputs / Impulse ich Menschen geben kann, die wirklich bereit sind bzw. die Sehnsucht haben, ihre Rolle als „Führungskraft“ im positiven Sinne bewusster, menschlicher, achtsamer und damit für alle lebenswerter und freudvoller zu gestalten. Kennen sie eine Mala? Das ist eine buddhistische Gebetskette, die normalerweise 108 Perlen hat.
Unsere Mala wird neun Perlen des achtsamen Umgangs haben – und jede Perle wird ein wesentliches Spektrum einer achtsamen Haltung und der Entwicklung dorthin symbolisieren – jede dieser Haltungen wird in einer Art „Mantra“ formuliert sein. Wer Lust hat, kann sich eine entsprechende Mala selbst herstellen oder bei mir bestellen.
Doch sei dir bewusst: Du vergeudest deine Zeit mit dem Lesen, wenn du nicht wirklich etwas ändern willst
Es kann jedoch durchaus passieren, dass jemand wirklich will, und doch an seinem Kommunikationsstil, an unbewussten Persönlichkeitsanteilen scheitert – doch da gibt es ja Abhilfe – in Form von Kommunikationstrainern, Coaches, Psychotherapeuten, etc. Du musst die Angebote nur nutzen.
Perle1

Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu / was ich nicht will, das man mir tut, das für ich auch keinem anderen zu.
 Wenn wir Menschen es schaffen würden, in dieser Radikalität uns und unser Handeln zu jeder Zeit zu reflektieren und unser Handeln im Sinne dieser Richtschnur auszurichten wäre ein großer Schritt zu einem friedvollen, wertschätzenden Miteinander getan. Das ist die Basis. Dazu muss ich als Mensch, als der der ich bin, in der Position, in der ich bin,  erstens willens und zweitens fähig sein, meiner Selbst gewahr zu sein und aus diesem Gewahr-sein heraus mich und mein Verhalten zu reflektieren; und aus der Erkenntnis heraus mein Verhalten so zu wählen, dass ich aus vollem Herzen ja dazu sagen kann.
Das betrifft z.B. Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, Transparenz meiner Entscheidungen, wertschätzender Umgang, bis zu einem gewissen Maße Verletzbarkeit.
Es geht um „Was tue ich“ „wie tue ich es“ und „Wozu tue ich es“ – ES geht aber auch um: „Wie geht es mir und den anderen mit meinem Tun“. Sind Widerstände immer als eine Bedrohung zu sehen – oder als eine Chance.
Wenn du einen Betrieb führst - dann stell dir einmal folgende Fragen: Ist es mir ein Anliegen, dass es meinen MA gut geht, dass sie gerne in die Arbeit kommen, dass sie ihre Arbeit gerne machen, und sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen? Sehe ich in meinen MA einen Menschen, der ähnliche Bedürfnisse und Wünsche ans Leben hat, wie ich – oder einen entseelten Leistungserbringer, dessen Schicksal zwar in meiner Hand liegt, aber mir kein Herzensanliegen ist.
Und wie ist das mit dir - willst du dich an deinem Arbeitsplatz wohl fühlen, ..?
Zuallererst geht es um dich als Mensch - und dann um dich  in der Rolle der Führungskraft: Je mehr du in deinem Gewahrsein ruhst, desto entspannter wirst du mit Widerständen, Schwierigkeiten, Herausforderungen jeglicher Art umgehen. Und auch mit deiner eigenen Fehlerhaftigkeit. Warum? Weil du in dieser Haltung deinem Ego den Nährboden der Angst nimmst – Angst vor Machtverlust, Prestigeverlust – du wirst immer mehr aus Freude an Gestaltungsmöglichkeiten deine Führungsposition innehaben, aus Freude an den damit verbundenen Aufgaben, und immer weniger, um das Schreien des Egos nach Macht, Geld, Prestige zu befriedigen. Willst du von deinen MA als Mensch wertgeschätzt werden, oder als Machtmonster gefürchtet sein.
Und wie schaut es in deinem Privatleben aus: wie gehst du mit deinem Partner / deiner Partnerin, deinen FreundInnen, Kindern, Eltern um? Wie wäre es umgekehrt? Würde dir das gefallen, wenn sie das gleiche Verhalten dir gegenüber zeigen würden, wie du dich ihnen gegenüber verhältst. 
Jetzt sei dir bewusst, dass dein Wille zwar der Türöffner ist, aber meist (v.a. zu Beginn) zu wenig Kraft hat, um den täglichen Verführungen egogetriebenen unachtsamen Handelns widerstehen zu können. D.h., es braucht tägliches Üben, um diese Bewusstheit zu stärken.
Daher! Übung 1: halte 3 x täglich inne, um kurz zu reflektieren – atme davor ein paar Mal tief durch – Luft gut ausatmen, nimm deinen Körper wahr – deine Hände, deine Füße, deinen Herzschlag, und dann frage dich: wie habe ich mich in den letzten Stunden den anderen gegenüber verhalten. Würde ich wollen, dass so mit mir umgegangen wird? Schreibe alle Situationen auf, die in der Erinnerung Unbehagen auslösen – und dann formuliere eine klare Anweisung an dich, wie du dich wünschenswerter Weise verhalten WILLST. Kommuniziere deine neue Haltung gegenüber den Betroffenen. Ganz konkret! Wir machen kein Kopfkino. Mache diese Übung täglich zumindest! über zwei Wochen. Frage danach einen x-beliebigen Mitmenschen / MitarbeiterIn, wie es ihm/ihr mit dir geht. Sag ihm/ihr , dass dir das Feedback wichtig ist. Spüre genau hin, ob das, was du hörst und was du fühlst im Einklang ist. Gutes Gelingen!

Mantra: Was  ich nicht will, dass man mir tut, das füg ich auch keinem anderen zu. 

viel Leben & Freude wünscht

Elisabeth Tsapekis


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Dienstag, 6. Juni 2017

Auf dem Weg zu mir/dir/sich selbst

Diesmal lasse ich dich Anteil haben auf meinem Weg zu mir Selbst - mit allen Fragen und Unklarheiten, die sich da zwischen durch auftun. Fragen, auf die ich nicht immer eine Antwort habe. Ich komme mir manchmal vor, wie jemand, der nur gelernt hat, schwarz-weiß zu sehen und jetzt auf dem Weg des Farbe-Sehens ist, aber nicht weiß, ob das, was er sieht, eine Farbe ist, und welche Farbe. Denn dazu fehlt es an Wissen und Erfahrung.
Auf dem Weg zu mir selbst habe ich schon vieles ausprobiert - vieles, von dem mich das eine mehr, das andere weniger weiter gebracht hat auf dem WEg zu mir  - zu meinem  Selbst, zu meinem wahren Ich. Ich frag mich natürlich immer wieder selbst, warum das so wichtig für mich ist, mich über all die Jahre nicht loslässt, ein Sehnen, das mich immer wieder ausrichtet, mich auf den Weg bringt - auf den Weg zu mir selbst. In den Anfangsphasen hat das "Erwachen" durchaus etwas Ego-Attraktives gehabt. Da hätte sich mein Ego dann damit "brüsten" können - zumindest hat es sich das so vorgestellt. Das hat sich geändert. Das Ego fürchtet sich jetzt eher davor, dass seine Tage in seiner derzeitigen Form gezählt sind. Und dann legt es mir diverse Fallstricke aus, in die ich immer wieder einmal hineinfalle. Manchmal entpuppen sich die Fallstricke als wichtige Prüfungen für mich (was vom Ego wohl nicht so gedacht war - daran kann man erkennen, wie kurzsichtig das Ego agiert): lasse ich mich von dem Angebot an Sicherheit und Bequemlichkeit verführen? Lasse ich mich von Angst und Mangelbewusstsein lenken?
So erst vor kurzem als ich damit konfrontiert wurde, dass es in Österreich seit einiger Zeit eine Richtlinie gibt, die verlangt, dass sich PsychotherapeutInnen auch mit ihrem spirituellen (bzw. religiösem) Tun darstellen dürfen (bei Androhung von Strafen und Berufsverbot, etc) - konkret: weder auf der Website, noch in Folder oder in der Praxis darf es Hinweise auf eine spirituelle, energetische, schamanische, religiöse Tätigkeit geben. Das war für mich ein veritables Dilemma: Denn ich liebe meinen Beruf als Psychotherapeutin. Und ich bin von einer spirituellen Haltung durchdrungen: ich kann nicht nicht-spirituell sein. Ich kann mein psychotherapeutisches Tun auch nicht auf eine ReparaturTherapie reduzieren: da das Problem, dort die "Technik", um das Problem zu eliminieren. Ich sehe den Menschen als Ganzes, in einem großen Ganzen eingebunden.
Ich musste für mich eine Entscheidung finden, wie ich mich nach außen darstelle. Und ich habe mir dann die Frage gestellt: Würde ich eher darauf verzichten können, mich Psychotherapeutin nennen zu dürfen, oder eher meine spirituelle Haltung verleugnen. Das Verleugnen wäre wohl der sicherere und bequemere Weg - und mein Ego hat mir jede Menge Argumente eingeflüstert, diesen Weg zu gehen. Ich habe mich anders entschieden - meine seit bald 2 Jahrzehnten existierende Website ist weitgehend Psychotherapie bereinigt. Das heißt nicht, dass ich nicht weiterhin und gerne als Psychotherapeutin tätig bin. Das heißt allerdings auch nicht, dass ich im Rahmen der Psychotherapie meine spirituelle Ausrichtung vor Betreten der Räume auf den Kleiderhaken hänge - denn dann müsste ich Teile von mir abspalten, ein eher ungesundes / psychisch krankmachendes Vorhaben. Es heißt nur, dass ich dem Rufen meines Selbst folge, mit allen weltlichen Risiken.
Ich erzähle euch das, um zu zeigen wie sehr sich   Ego und Selbstverwirklichung in den Alltag hineinweben können. Denn tatsächlich ist auch die Entscheidung, die ich getroffen habe, nicht Ego-frei, aber mir selbst und meiner Wahrhaftigkeit näher - nur: ich bin in der Verstrickung geblieben.
Wie ist das nun mit dem Ego und dem Selbst: Ja. sich vom Ego nicht in ein emotionales Chaos/Drama verstricken zu lassen, ist eine Entscheidung, einzig: das Ego ist manchmal wie eine Riesenwelle, die dich einfach umwirft, bzw. wie Wasser, das sich seinen Weg durch die kleinsten Ritzen bahnt. Und dann übernimmt es das Gedanken- und Gefühlskommando und du strudelst nur so dahin. Und dann dauert es, bis sich wieder die Wogen legen, du den Abstand zu der Verstrickung bekommst - das Wasser wieder klar wird - und du erkennst, wer du wirklich bist.
Und es ist auch und v.a. das Ego, das dich angreifbar, verletzbar, unsicher, ängstlich, ohnmächtig, schwach, verwirrt, etc. sein lässt.
Bedeutet aber im Selbst zu ruhen, alles hinzunehmen - das Selbst scheint sich ja nie zu kränken, zu ärgern, traurig etc. zu sein - das könnte ja auch heißen, dass andere sich alles erlauben können - heißt es das? Es sagt ja sogar Dalai Lama, dass er sich manchmal ärgert, allerdings nicht lange. Wer bzw. was ärgert sich da?
Oder als Jesus die Pharisäer aus dem Tempel gejagt hat - so das nicht als Metapher für seinen inneren Tempel gemeint ist und die Pharisäer seine Ego-Anteile waren - wer oder was war da zornig und hat entsprechend agiert. Ist das Selbst einfach gewährend, in der Gewissheit, dass nichts "Negatives" passieren kann, denn das "Negative" ist ja per se schon eine Bewertung, und das Selbst steht ja außerhalb von Bewertungen.
Zwei Fragen, die mich in diesem Zusammenhang immer wieder beschäftigen:
1. Ist es aus der Sicht des Selbst "erlaubt", in manchen Situation und von manchen Verhaltensweisen deines Gegenübers irritiert zu sein und die gefühlte Inkohärenz einer Situation anzusprechen? Wer oder was ist irritiert und spricht an?
2. Sind die im Gegenüber (als negativ) erlebten Verhaltensweisen immer eigene unerlöste Anteile?
Ich habe auf beide Fragen noch keine klare Antwort gefunden.

Ich habe allerdings zwei Übungs-ERfahrungen gemacht, wie ich mich von Verstrickungen befreien kann - Übungen, die jeder machen/lernen kann. Von Verstrickungen befreien heißt z.B. die Absurdität einer Situation oder eines Verhaltens zu erkennen, sich aber emotional nicht mehr in den Bann ziehen zu lassen, ohne innere Aufgeregtheit zu sein. Sehr oft lösen sich die Situation im außen auf, wenn du dich von der emotionalen Anhaftung, die sich sehr oft in einem Widerstand zeigt, befreist.
Übung 1: Om - seit vielen Jahren mein Begleiter im Alltag. So manche Lästigkeiten lösen sich in Luft auf, wenn ich ein paar Mal das Om in mir tönen lasse.
Übung 2: QE (Quantum entrainment) - hier braucht es ein bisschen mehr Übung und Anleitung - ich selbst habe diese "Übung" erst vor kurzem in mein Leben integriert - und ich bin ziemlich erstaunt, wie sehr sich das Leben, das ERleben des Lebens verändert - der innere Kampfmodus verringert sich zunehmend - die Folge ist ein "ent-sorgtes" Leben - was zu mehr Frieden und Weitblick, Einsicht und Gelassenheit, Freude und Liebe führt. Einfach so. Für diese Übung st es sinnvoll, sich das Buch zu kaufen oder sich die Übungsanleitungen im Internet anzuhören (Frank Kinslow, Quantenheilung erleben)
Ich bin dir eine Antwort schuldig geblieben: warum der Weg zu mir selbst so wichtig für mich ist.
Aus - wenn du so willst - egoistischen Gründen. Weil ich in mir eine ganz tiefe Klarheit habe, dass das Leben dann viel reicher, erfüllter, friedlicher, freudvoller, leuchtender und lebendiger ist. Wie eben, wenn jemand, der bis jetzt nur schwarz-weiß gesehen hat, auf einmal all die Farbenpracht erleben kann.
Also dann. Ich mache mich wieder auf den Weg zu mir selbst.
und du?

viel Leben & Freude wünscht

Elisabeth Tsapekis


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